Ein Licht in dunklen Zeiten

Ein Licht in dunklen Zeiten

Wenige Tage nach dem antisemitischen Terroranschlag auf eine Chanukka-Feier am Bondi Beach in Sydney, bei dem zahlreiche Menschen getötet und verletzt wurden, setzte NAFFO mit einer parlamentarischen Veranstaltung im Deutschen Bundestag ein politisches Zeichen. Unter der Schirmherrschaft von PStS Gitta Connemann MdB (CDU), mit PStS Kerstin Griese MdB (SPD), Katrin Göring-Eckardt MdB (Grüne) und Dr. Michael Moses Arndr MdB (Linke) kamen überfraktionell Abgeordnete zusammen, um gemeinsam Chanukka zu begehen und zugleich Haltung gegen Antisemitismus, Terror und die Parole „Globalize the Intifada“ zu zeigen.

Die politische Relevanz der Veranstaltung ergab sich unmittelbar aus der aktuellen Lage: der Anschlag in Sydney machte erneut deutlich, dass antisemitischer Terror kein regional begrenztes Phänomen ist, sondern Teil einer globalen Dynamik, die sich aus dem Islamismus im Nahen Osten speist und jüdisches Leben weltweit bedroht. Was dort propagiert, legitimiert oder relativiert wird, wirkt sich unmittelbar auf die Sicherheit von Jüdinnen und Juden in westlichen Ländern aus, auch in Deutschland. Vor diesem Hintergrund war das Chanukka-Lichterzünden im Bundestag eine politische Antwort auf Gewalt und Einschüchterung.

Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten die symbolische Kraft des Festes. Chanukka erinnere daran, dass selbst ein kleines Licht Dunkelheit zurückdrängen könne. Eine Hoffnung, die gerade in Zeiten offener Gewalt und wachsender Feindseligkeit unverzichtbar sei. Der Verweis auf Bondi Beach stand dabei sinnbildlich für eine Entwicklung, die viele jüdische Gemeinden täglich erleben: antisemitischer Hass, der sich offen und brutal Bahn bricht.

Zugleich wurde klar benannt, dass Antisemitismus heute häufig in neuen Formen auftrete. Als Israelhass, als Relativierung von Terror oder als vermeintlich legitime Kritik tarne sich ein altes Ressentiment, dessen Kern unverändert sei: die Infragestellung jüdischen Lebens, Sicherheit und Würde. Parolen wie „Globalize the Intifada“ blieben nicht abstrakt, sondern übersetzten sich in reale Gewalt, wie der Anschlag in Australien in erschütternder Weise gezeigt habe. Außenpolitische Debatten und Narrative wirkten damit direkt auf die innere Sicherheit zurück.

Mit der Veranstaltung machte NAFFO deutlich, wofür wir stehen: als Plattform, die relevante politische, gesellschaftliche und sicherheitspolitische Fragen zur richtigen Zeit in den Bundestag trägt. In einer Phase, in der Entwicklungen im Nahen Osten unmittelbare Folgen für das gesellschaftliche Klima und die Sicherheit in Deutschland haben, schafft NAFFO Räume für klare Haltung, faktenbasierte Einordnung und sichtbare Solidarität. Das Chanukka-Licht im Bundestag war damit bewusst gesetzt als Zeichen gegen Terror, gegen Extremismus und für ein jüdisches Leben in Deutschland, das nicht unter Vorbehalt steht, sondern geschützt und verteidigt wird.